HowTo SphereCity

8.04.11 20:13

Von: Tobias Günther

Sphere Cities werden gerne in der Werbung eingesetzt, da sie irgendwie anders, aber zugleich vertraut sind, aber auf jeden Fall interessant aussehen (siehe YouTube-Video von Jaokbmakob).

Das besondere bei Sphere Cities ist, das ich den größten Teil einer kompletten Welt auf einem einzigen Bild darstellen kann, und trotzdem noch viele Details sichtbar sind.

 

Für einen interessanten Look reicht es theoretisch schon aus, alle Gebäude am Horizont zu platzieren. So sieht man alle Gebäude im Seitenprofil, wobei die Hälfte der Exponate zudem auf dem Kopf stehen.

Für meine Sphere City habe ich mir eine kleine Stadt zusammengebaut und weil es gerade Frühling ist, dürfen Pflanzen nicht fehlen.

Obwohl ein 3D-Programm eigenständig Perspektive erzeugt und damit weiter entfernte Gebäude kleiner wirken lässt, habe ich hier "künstlich" eingegriffen, um das Bild interessanter zu machen. Die hinteren Segelboote habe ich überproportional verkleinert, um die Raumwirkung zu unterstreichen. Neben den Booten habe ich dieses gestalterische Mittel auch bei den Brückenpfeilern angewandt.

Materialien und Geometrien

Die meisten Geometrien habe ich selbst erstellt, allerdings greife ich hin und wieder auch auf die Arbeit anderer zurück. Die Satellitenschüssel ist eigentlich zur Shuttle-Kommunikation gedacht und stammt aus der Model-Datenbank der Nasa. Die Texturen für die Hochhäuser habe ich aus mehreren Modellen der Google Sketchup Datenbank zusammengestellt (Ángela Tower Córdoba von tomcioZG, City of Capitals von Athinaios).

Ein Teil der Baumstämme (die allerdings fast vollständig von den Blättern und Blüten verdeckt werden) wurden vom Tree 3D Model von Dik Freeman  inspiriert. Die Bodentextur (Wald-Strand-Wasser) habe ich mit Gimp erzeugt und mit dem Klonpinsel aus verschiedenen Bildquellen zusammenkopiert.

Rendering

Beim Rendering habe ich alle Licht- und Effekt-Schichten (Passes) gemeinsam gerendert und nur die Ambient-Occlusion Map wurde extra erzeugt (siehe Bild).

Beim Zusammensetzen beider Bilder mit Gimp konnte ich so sehr flexibel die Kontraste einstellen und damit noch etwas Spannung ins Bild bringen. Modeln macht einfach Spaß, da fällt es gar nicht auf, dass schon wieder 8 Stunden wie im Flug vorbeigegangen sind.